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CäciliaChöre Holzwickede

Sechs Sätze Drama, Tragik und Frohsinn
Mehr als 400 Gäste beim Konzert der Cäcilia-Chöre in der Liebfrauenkirche – Uraufführung von „Auf den Spuren Mozarts“ Einen beeindruckenden Auftritt lieferten die Cäcilia-Chöre, das Projektorchester der TU Dortmund und das Philharmonische Orchester Hagen in der Liebfrauenkirche.
Erstmals traten der Männerchor und der gemischte Chor Swinging Cäcilia als ein Chor auf. Unterstützung bekamen die Sängerinnen und Sänger von einem Projektorchester, bestehend aus Musikern der Technischen Universität Dortmund und des Philharmonischen Orchesters Hagen. Das Konzert widmete sich dem großen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. „Eine Messe sollte nicht länger als 45 Minuten sein“, lautete die bischöfliche Auflage, als Mozart um 1776 am Salzburger Hof musizierte. Zwar ist seine „Spatzenmesse“ mit 25 Minuten knapp gehalten, aber mit Pauken und Trompeten durchaus festlich besetzt. Chor und Orchester eröffneten mit einer feierlicher Kyrie, die Solisten sorgten im Gloria für Gänsehaut. Der berühmte Beiname der Messe geht auf die Violinen zurück, die im Sanctus und Benedictus an Vogelgezwitscher erinnern. Dramatik, Tragik, Kraft, Frohsinn – all das steckte in den sechs Sätzen. Chorleiter Andreas Feilen zeigte eine herausragende Leistung, hatte er doch die gut 70 Sängerinnen und Sänger und das Orchester fest im Griff. Für ihn war das Konzert ein ganz besonderes, denn die Uraufführung seines eigenen Werkes war Teil des Programms. 2016 vertonte er im Rahmen seiner künstlerischen Masterarbeit den lateinischen Psalm 57 für Chor, Soli und Orchester. Der Titel „Auf den Spuren Mozarts“. Ziel war keine Stilkopie, sondern die Adaption unterschiedlicher Kompositionstechniken. Als „mozartesk und feilenhaft“ bezeichnete es Andreas Feilen selbst. So vollzieht sich innerhalb der sechs Sätze ein Wechsel von tragender Dramatik und Melancholie hin zu einem gelösten Jubel. Das Exsurge im fünften Satz klang so pompös und feierlich, dass einige Zuhörer schon mit dem Klatschen begannen. Umso schöner, dass das Stück hier noch nicht zu Ende war. Minutenlanger Applaus beschloss dieses Konzert. Monika Machowski, Vorsitzende der Cäcilia-Chöre, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und verriet: Feilens Masterarbeit ist „ziemlich gut“ benotet worden.
(Quelle: Hellweger Anzeiger; Foto: Felix Piltz)
Sechs Sätze Drama, Tragik und Frohsinn
Mehr als 400 Gäste beim Konzert der Cäcilia-Chöre in der Liebfrauenkirche – Uraufführung von „Auf den Spuren Mozarts“ Einen beeindruckenden Auftritt lieferten die Cäcilia-Chöre, das Projektorchester der TU Dortmund und das Philharmonische Orchester Hagen in der Liebfrauenkirche.
Erstmals traten der Männerchor und der gemischte Chor Swinging Cäcilia als ein Chor auf. Unterstützung bekamen die Sängerinnen und Sänger von einem Projektorchester, bestehend aus Musikern der Technischen Universität Dortmund und des Philharmonischen Orchesters Hagen. Das Konzert widmete sich dem großen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. „Eine Messe sollte nicht länger als 45 Minuten sein“, lautete die bischöfliche Auflage, als Mozart um 1776 am Salzburger Hof musizierte. Zwar ist seine „Spatzenmesse“ mit 25 Minuten knapp gehalten, aber mit Pauken und Trompeten durchaus festlich besetzt. Chor und Orchester eröffneten mit einer feierlicher Kyrie, die Solisten sorgten im Gloria für Gänsehaut. Der berühmte Beiname der Messe geht auf die Violinen zurück, die im Sanctus und Benedictus an Vogelgezwitscher erinnern. Dramatik, Tragik, Kraft, Frohsinn – all das steckte in den sechs Sätzen. Chorleiter Andreas Feilen zeigte eine herausragende Leistung, hatte er doch die gut 70 Sängerinnen und Sänger und das Orchester fest im Griff. Für ihn war das Konzert ein ganz besonderes, denn die Uraufführung seines eigenen Werkes war Teil des Programms. 2016 vertonte er im Rahmen seiner künstlerischen Masterarbeit den lateinischen Psalm 57 für Chor, Soli und Orchester. Der Titel „Auf den Spuren Mozarts“. Ziel war keine Stilkopie, sondern die Adaption unterschiedlicher Kompositionstechniken. Als „mozartesk und feilenhaft“ bezeichnete es Andreas Feilen selbst. So vollzieht sich innerhalb der sechs Sätze ein Wechsel von tragender Dramatik und Melancholie hin zu einem gelösten Jubel. Das Exsurge im fünften Satz klang so pompös und feierlich, dass einige Zuhörer schon mit dem Klatschen begannen. Umso schöner, dass das Stück hier noch nicht zu Ende war. Minutenlanger Applaus beschloss dieses Konzert. Monika Machowski, Vorsitzende der Cäcilia-Chöre, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und verriet: Feilens Masterarbeit ist „ziemlich gut“ benotet worden.
(Quelle: Hellweger Anzeiger; Foto: Felix Piltz)